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Im strahlenden Gelb kommt das Bündnis aus Sauvignon Blanc und Sémillon, beide geboren in Bordeaux, daher. Dabei ist alles perfekt arrangiert: Die richtige Mischung der Trauben aus unterschiedlichem Terroir wie auch ihr ausbalancierter Anteil am eleganten, fruchtigen Geschmack.

Text: Karl Lysander

Als weltweit größtes, zusammenhängendes Weinanbaugebiet für herausragende Qualitätsweine ist Bordeaux für sich schon eine erstklassige Marke. Zwischen den an die 3000 als châteaux bezeichneten Weingütern befindet sich auch die legendäre Domaine de Chevalier. Dort sollten diverse Weinreben in bester Lage der ganze Stolz des Eigners Olivier Bernard sein. Sein Projekt Clos des Lunes ist einmalig, da sich hierbei ausschließlich auf die Herstellung trockener Weißweine konzentriert wird. So eine Spezialisierung verspricht natürlich qualitative Höchstwerte. Der Clos des Lunes ‚Lune d’Argent‘ Bordeaux Blanc Sec 2015 ist Beweisstück dieser These.

Was ist in der Flasche?

Eine gelungene Hochzeit des berühmten Sauvignon Blanc und Sémillon-Trauben. Dabei drängen sich tatsächlich 70% des Sémillon in den Vordergrund, was den Wein um Süße und Öligkeit ergänzt und wie jede gute (wichtigere) Hälfte Langlebigkeit sichert. Die beiden Bordeaux-Bewohner vereinigen sich im strahlenden Gelb. Das ausgewogene Bouquet äußert sich mit einem Hauch Vanille, exotischen wie auch heimischen Früchten. Birne und Pfirsich, mit der Zeit steigen auch frische Kräuter und der Geruch von Zitrusfrüchten in die Nase. Am Gaumen kommt zuerst die Sauvignon-Charakteristik des Cuvées durch, wobei der Gesamteindruck eher von einer kräutrig-grünen Art wie auch säurebetonten Zitrus-Anklängen geprägt ist. Der volle Geschmack und die nonchalante Eleganz des Weines manifestieren sich zuletzt im cremigen Nachhall.

Welche Anekdote erzählt der Wein?

Um Weintrauben aus unterschiedlichen Terroir-Ursprüngen verwenden zu können, wird für den „Silbermond“-Wein in mehreren Durchgängen an zwei verschiedenen Orten gelesen. So arbeiteten sich zwischen dem 31. August bis 21. September erfahrene Sammler Parzelle für Parzelle durch die im tiefen Kies wachsenden Reben in Sauternes wie auch in Bommes, wo sich Kiesböden auf Ton-Kalkstein befinden. Die Lesemenge der Reben mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren wurde dabei auf 25 hl/ha reduziert um die hohe Qualität der Erzeugnisse beizubehalten. Diese entstanden durch pneumatische Pressung und Hefe-Fermentation bei ständiger Bâtonnage. Ein Viertel des Weins wurde in Barriques ausgebaut, während eine ansehnliche Menge von 75% für sechs Monate in kleinen Cuves aus französischer Eiche lagerten.

Wann schmeckt der Wein besonders gut?

Zu einem so puren Wein wie dem Lune d’Argent passt ein Gericht, dass eher durch qualitativ hochwertige, wenige Zutaten besticht, als mit einem ganzen Buffet konkurrierender Geschmäcker. So empfiehlt sich zum Beispiel ein Teller Steinpilze mit Petersilienpesto und geriebenem Parmesan. Das unnachahmliche Aroma des Königs der Waldpilze wird somit nicht übertüncht, sondern um Wertvolles ergänzt. Und wem der Pilz bei der Suche nicht über den Weg lief, kann Petersilienpesto und Weißwein auch zu Pasta essen. Guten Appetit!

Wer freut sich besonders darüber?

Abgesehen davon, dass die Herkunft des Lune d’Argent – Bordeaux – als Qualitätssiegel schon ausreichen sollte, empfiehlt sich der Wein für Sauvignon Blanc Liebhaber, die dabei gut und gerne etwas mehr Edelsüße vertragen können.

In drei Worten

Exotik aus Bordeaux

Details

Jahrgang: 2015

Rebsorte: Sauvignon Blanc, Sémillon

Alkoholgehalt: 13%

Region: Bordeaux

Winzer: Clos de Lunes

Ausbau: Edelstahltank, Holzfass

Erhältlich bei Wine in Black.

Mehr Hintergrundwissen zu Wein und Bier findet ihr in unserer Reihe
TIEF IM GLAS.

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