Zehn Fakten über Tomaten | FOODBARN
Foodbarn Logo
Foodbarn Logo

Sei es auf der Pizza, in der Nudelsoße oder im Ketchup: Tomaten verschönern unser Essen in vielerlei Hinsicht und sind vor allem eines: richtig lecker. Doch was weiß man überhaupt über die runden, roten Nachtschattengewächse? Wir präsentieren zehn interessante Fakten über eine Zutat, die wir eigentlich zu kennen glaubten.

Text / Bilder: Milena Zwerenz

1. Verzehr: Wer Tomaten liebt, ist nicht allein. Im Durchschnitt isst jeder Deutsche über 20 kg Tomaten pro Jahr, mehr als von jedem anderen Gemüse. Doch nur 6 Prozent der Tomaten, die man hierzulande kaufen kann, sind auch hier gewachsen. Der weltweit größte Produzent hat gefühlt so wenig mit Tomaten zu tun: China.

2. Aphrodisiakum: Wer dachte, die Tomate heißt in allen deutschsprachigen Ländern so, der irrt. In Österreich nennt man sie ganz frech “Paradeiser”, denn man sagte der Frucht lange aphrodisierende Wirkung nach. In Deutschland war die Tomate bis ins 19. Jahrhundert auch als Liebes- oder Goldapfel bekannt.

Tomaten

3. Herkunft: Auch, wenn man vermuten könnte, die Tomate hätte schon immer zur italienischen Kultur gehört, das Ursprungsgebiet der Pflanze liegt in Mittel- und Südamerika. Der Name “Tomate” ist vom aztekischen Begriff “tomatl” abgeleitet. Wie auch die Kartoffel kam die Tomatenpflanze erst um 1500 mit Kolumbus nach Europa, wo sie sich im warmen Klima Spaniens, Portugals und Italiens wohl fühlte. Zunächst stand man ihr jedoch skeptisch gegenüber und hatte Zweifel an ihrer Bekömmlichkeit. Erst im 19. Jahrhundert feierte sie in ganz Europa ihren großen Durchbruch.

4. Nachtschattengewächse: Tomaten gelten als Fruchtgemüse, sind also weder vollständig als Gemüse noch als Frucht einzuordnen. Ebenso wie Auberginen und Kartoffeln kann man Tomatenpflanzen aber genau als Nachtschattengewächse klassifizieren. Deshalb soll man beispielsweise Kartoffeln und Tomaten im Garten nicht nebeneinander setzen, da sie um die Nährstoffe konkurrieren und sich schnell gegenseitig Krankheiten übertragen. Wer mag, kann aber versuchen, die beiden zur “Tomoffel” zu kombinieren. Eine Anleitung gibt es hier.

Tomaten

5. Sorten: Weltweit sind heute mehr als 3.100 Tomatensorten bekannt. Ebenso viele Sorten wachsen beim Österreicher Erich Stekovics, dem “Kaiser der Paradeiser”. Damit hat er die größte Tomatensammlung der Welt. Schätzungen zufolge gibt es aber mindestens noch einmal so viele Züchtersorten, die nie angemeldet wurden und deshalb auch nie einen Namen erhalten haben. Sehr bekannte Salattomaten sind “Moneymaker” und “Matina”, einen Preis für die Namenswahl hätten aber auch “Deutscher Fleiß” (rot, rund, mild, saftig weich) oder “Bloody Butcher” (runde, rote Früchte mittlerer Größe) verdient.

6. Lagerung: Egal, mit welcher Tomatensorte man am Ende nach Hause geht: Da die Früchte eigentlich aus einer warmen Gegend stammen, wird geraten, sie bei Raumtemperatur zu lagern, da sonst der Geschmack leidet. Die Früchte sollte man bestenfalls auch nicht neben anderes Obst und Gemüse legen. Während der Lagerung scheiden Tomaten Ethylen aus. Das Gas beschleunigt den Stoffwechsel der benachbarten Früchte und lässt sie schneller reifen und verderben.

Tomaten

7. Reifung: Tomaten selbst reifen auch nach. Das gilt allerdings hauptsächlich für die Farbe und nicht für den Geschmack. Denn ihr intensives Aroma entwickeln die Früchte nur, solange sie an der Pflanze wachsen. Kleiner Trick: Grüne Tomaten kann man notfalls in Zeitungspapier wickeln und bei 18 bis 20 Grad Celsius lagern, um sie in Ruhe nachreifen zu lassen.

8. Dosentomaten: Außerhalb der Tomatensaison in Deutschland, die von Juli bis Oktober reicht, kommen gerne Dosentomaten zum Einsatz. Da lohnt sich ein Blick aufs Etikett, denn sogar bei Dosentomaten gibt es große Geschmacksunterschiede. Als Faustregel aber gilt: Die besten Sorten kommen aus Süditalien. Die Namen der Orte sind allerdings meist nur mit zwei Buchstaben abgekürzt, eine Übersicht ihrer Bedeutungen gibt’s hier. Einer der häufigsten Ursprungsorte bei Dosentomaten ist “SA” für Salerno und steht für gute Qualität.

Tomaten

9. Empfehlung: Die vermeintlich beste Sorte für Dosentomaten ist die San Marzano, eine längliche, eiförmige Art, die auch als Flaschentomaten bezeichnet werden. Sie ist nach dem Ort San Marzano sul Sarno in der Nähe von Salerno in der süditalienischen Region Kampanien benannt. Sie haben festes Fleisch, mehr Süße und weniger Säure und Kerne als andere Sorten und ein Aroma, dass sich gut konservieren lässt. Einige Köche sind der Meinung, dass es die einzig richtigen Tomaten für eine echte neapolitanische Pizza sind.

10. Umami: Warum Ragu à la Bolognese so lecker ist? Das Zauberwort lautet: umami. Anfang des 20. Jahrhunderts von einem japanischen Geschmacksforscher entdeckt, bildet umami neben den vier Geschmacksrichtungen salzig, süß, sauer und bitter einen 5. Geschmackssinn, der in etwa “herzhaft” gleichkommt. Unsere Umami-Geschmacksknospen werden durch natürliches Glutamat aktiviert, wie es in Tomaten enthalten ist. Sie sind natürliche Geschmacksverstärker und unterstreichen den Eigengeschmack von Lebensmitteln. In Kombination mit Käse und Fleisch, die viel natürliches Glutamat enthalten und einen starken Umami-Geschmack haben, schmeckt das natürlich besonders gut.

Auf den Geschmack gekommen? Hier entlang für unsere volle Auswahl an KÖSTLICHEN REZEPTEN –  natürlich auch mit TOMATEN.

Zu finden unter

Darf's ein bisschen mehr sein?

Anzeigen