Take Five: Songs übers Essen und Trinken | FOODBARN
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Musik zum Essen – klar, das muss schonmal sein. Die University of Oxford will in einer Studie sogar nachgewiesen haben, dass die „richtige“ Musik Essen um zehn Prozent leckerer macht. Doch welche Oden an unser Essen und Trinken, an diese Leben stiftenden Schmäuslichkeiten, gibt es eigentlich? Es werde serviert: Fünf Schmachtfetzen, die sich um die schönsten Dinge der Welt drehen.

Text: Laura Vorsatz

Empfehlung aus der Küche:


Fool’s Garden – Lemon Tree

In nur zwanzig Minuten geschrieben, ist die Melodie des Hits für jeden sofort abrufbar: „I’m sitting here in the boring room…“ Tatsächlich saß Sänger Peter Freudenthaler während er den Song schrieb, in seinem Schlafzimmer und wartete auf seine Freundin. Die Ehre des Liedes wurde dem „Lemon Tree“ zuteil – einfach weil es gut klingt. Im Grunde stehen also keine Zitrusfrüchte, sondern eher die liebe Langeweile im Mittelpunkt des Geschehens. Ähnliches ergab übrigens auch die Recherche zu „Strawberry Fields Forever“ der Beatles: Nicht die rote Frucht, sondern ein Waisenhaus der Heilsarmee in Liverpool namens „Strawberry Field“ wird hier besungen.

 

Kelis – Milkshake

Kaum jemand betitelte so viele musikalische Werke mit Lebensmittel-Nomen wie R&B Sängerin Kelis. Ihre Single „Milkshake“ leite das Album „Tasty“ ein und 2014 erschien sogar eine ganze Platte zum Thema „Food“. „Breakfast“, „Jerk Ribs“ und „Biscuits n’ Gravy“  – liegt es vielleicht daran, dass sie 2007 ihre Karriere unterbrach, um sich zur Köchin ausbilden zu lassen? Ihrer Aussage nach fungieren die Leckereien des öfteren als Metaphern. So stehe der Milkshake für etwas „das Frauen zu etwas Besondrem macht. Es ist das, was uns unser Selbstbewusstsein gibt und was uns aufregend macht“. 

Weird Al Yankovic – Eat It

Parodien gibt es von allen möglichen Dingen, doch oftmals entstehen umgeschriebene Songs im privaten Rahmen und verschwinden dann wieder in der Schublade. Musiker Weird Al Yankovic hat Dank seiner satirischen Songs Karriere gemacht: „Girls just wanna have lunch“ behandelt dabei mindestens so wichtige Themen wie das Original und „Eat It“ schaffte es ein Jahr nach der Veröffentlichung von Michael Jacksons „Beat It“ sogar auf Platz 12 der amerikanischen Charts. Besungen wird das altbekannte Problem, wenn nicht gegessen werden will, was auf den Tisch kommt.

Helge Schneider – Käsebrot

Lebensmittel als Metaphern und Songs, die sich erst ums Futtern drehen, wenn sie jemand parodiert – wo sind die ernsthaft huldigenden Choräle zum Thema? Zum Glück gibts Helge. Er sparte nicht mit Liedern rund um geliebte Kohlenhydrate, Proteine und Milchprodukte. „Es gibt Reis, Baby“, „Eiersalat im Rock“ und „Käsebrot“ konnten sich auch nicht über zu wenig Aufmerksamkeit beschweren. Logisch, denn: „Auf der ganzen Welt wird sehr viel verzehrt, doch ein richtiges Käsebrot wird regelrecht verehrt“.

Die Toten Hosen – Eisgekühlter Bommerlunder

Mitgegrölt, aber nie kapiert, worums eigentlich geht: Das trifft sicherlich auf so manchem zu, der bei diesem Trinklied mit einstimmt. Was ursprünglich die eisgekühlte Coca-Cola besang, wurde von der Band Die Toten Hosen auf den Kümmelbranntwein Bommerlunder umgeschrieben. Damit zum Trinklied auch schön gebechert werden konnte, wurde den Originalsingles sogar ein Probefläschchen des guten Tropfens beigelegt. 

Was die huldigenden musikalischen Beiträge unserer Speisen anbetrifft, scheint es noch Nachholbedarf zu geben. Welche Songs fallen euch noch ein? Schreibt uns gern an redaktion@foodbarn.com. Oder denkt euch selbst was aus, scheint ja gar nicht so schwer zu sein. Zur Überbrückung sonstiger Wartezeiten oder prophylaktischer Magenfüllungen vor dem nächsten Trink(lied)gelage empfehlen wir unsere Art von Käsebrot, das Philly Cheese Steak Sandwich.

Zu finden unter

Darf's ein bisschen mehr sein?

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