Kolumne: Ode an den Ketchup | FOODBARN
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Für viele ist er ein lieb gewonnener, täglicher Begleiter durch den kulinarischen Alltag – jedoch steht Ketchup nicht gerade für die gehobene Küche oder erlesenen Geschmack. Unser Autor erklärt in seiner Ode an den Ketchup dennoch, warum der Dip aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken ist.

Text: Gino Giove

Viele unterschätzen dich, lieber Ketchup. Sie behaupten, du wärst ein kulinarischer Tiefflieger, proletenhaft und nichts für feine Leute. Heute möchte ich dir mitteilen, dass jene Leute dich zu unrecht verurteilen und es mindestens eine Person gibt, die deine tomatig-süßen, den Gaumen stets aufs Neue schmeichelnden Aromen, zu schätzen weiß.

Egal ob zu knackigen Pommes, auf einem saftigen Burger oder zu meinem – mittels hoher Kreativität und viel Brainstorming entwickelten – Rezept „Fusilli alla Ketchup“. Du gehst einfach immer.

Ketchup, du Übertüncher verkorkster Gewürz-Kombinationen des fancy Low-Carb Gerichts meines WG-Mitbewohners, oh du Veredler meiner wieder mal verkochten Rigatoni. Du laut Verpackungsbeschreibung aus zu 100 Prozent sonnengereiften Tomaten, in Wirklichkeit aber vor allem aus Zucker bestehender Dip meines Herzens. Dass du dennoch gesund bist, hat unlängst eine Studie der Universität Toronto bewiesen: Professor Venket Rao von der Medizinischen Fakultät fand heraus, dass der in dir reichlich enthaltene Stoff Lycopin als Oxidationshemmer wirkt und so vor Krebs und schneller Alterung schützt. Lieb von dir, dass du mich beschützt!

Tomaten
Interessante Fakten über die Hauptzutat von Ketchup präsentieren wir in unserem Artikel 10 Fakten über Tomaten.

Ketchup, was wäre ich nur ohne dich? Vermutlich nicht viel mehr als ein Mann, der den Dip seines Lebens noch nicht gefunden hat. Alle 11 Minuten verliebt sich ein ein Dipsuchender im Supermarkt in einen neuen Dip. „Ich dipshippe jetzt.“

So mag es vielen Menschen gehen, die ihr Yin bzw. Dip noch nicht zu ihrem kulinarischen Yang bzw. Pommes gefunden haben… mir jedoch nicht. Denn ich habe ihn, wie man eventuell herauslesen kann, schon längst gefunden. Okay, zugegeben: Ketchup, du bist nicht gerade ein Geheimtipp bzw. Geheimdip oder gar Anwärter auf den Titel „Innovativster Dip des Jahres“. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen lag im Jahr 2017 bei 3,4kg – dass du lecker bist, ist also durchaus bekannt. Dennoch genießt du nicht unbedingt ein cooles Image, bist ungefähr so edgy wie die „Band“ Las Ketchup.

Doch was reimt sich auf die wunderbaren britischen Electropop Boys von Pet Shop – richtig, Ketchup. Zufall? Oder ist es nicht viel mehr ein Indiz dafür, dass man die Qualität eines Produktes daran erkennt, indem man analysiert, auf welches Wort es sich reimt?

Reimt man stattdessen etwas auf Rosenkohl, landet man unweigerlich bei dem Wort „unwohl“.

Wenn außerirdische Forscher in 1000 Jahren die Kohärenz der menschlichen Kulinarik auf dem Planeten Erde analysieren, dann werden sie um die Erwähnung dieses wahrhaft exquisiten Dips also nicht herumkommen… Ketchup.

Noch besser schmeckt Ketchup selbst gemacht: Probiert unser Rezept für köstlichen TOMATEN-HIMBEER-KETCHUP

Kolumne: Ode an den Ketchup | FOODBARN
Gino Giove ist Online-und Videoredakteur bei FOODBARN. Außer Ketchup liebt er die italienische Küche. Sein Lieblingsrezept bei FOODBARN ist die PARMIGIANA DI MELANZANE.

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