Besser als frisch | FOODBARN
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Je frischer, um so besser: So stellen wir uns gesunde, hochwertige Küche vor. Und auch der Einzelhandel verdient gut daran, uns auch im Winter Tomaten und Kopfsalat zu präsentieren. Doch manche Produkte sind, haltbar gemacht, der frischen Version nicht nur gleichwertig, sondern sogar überlegen. Eine Auswahl.

Text: Katharina James

Tomaten

Verstehen wir uns nicht falsch: Erntefrische, sonnengereifte und nicht zu weit gereiste Tomaten sind eine Delikatesse, die nicht mehr braucht als etwas Meersalz und ein paar Tropfen Olivenöl. Oder eine nicht zu sparsam gebutterte Scheibe Sauerteigbrot, mhmmm. Leider haben Tomaten in dieser Form hierzulande maximal von Juli bis Oktober Saison, und das unter idealen Wetterbedingungen. Den Rest des Jahres über kommen mäßig rote, mäßig reife, ein bisschen zu feste und vom Geschmack her gern etwas wässrige Kugeln aus überwiegend holländischen Gewächshäusern in die Supermärkte.

Für Sugo, Pizza, Suppe und sogar Salsa setzt ihr außerhalb der Saison deshalb besser auf eingemachte Tomaten: Die dürfen an den Sträuchern hängen, bis sie auch wirklich reif sind und kommen daher mit viel mehr Aroma daher. Da für Dosentomaten in der Regel außerdem Sorten verwendet werden, die besonders intensiv rot leuchten, weisen sie außerdem einen extra hohen Wert an dem Antioxidantium Lycopin auf. Mit dem Konsum von Lycopin wiederum sinkt das Risiko, an Krebs, Osteoporose oder Diabetes zu erkranken.

Tipp: Woran ihr hochwertige Dosentomaten im Supermarkt erkennt, erfahrt ihr in unserem Text ZEHN FAKTEN ÜBER TOMATEN

In Bornow wachsen Tomatensorten
Zum Artikel „Zehn Fakten über Tomaten“ kommt ihr, indem ihr auf das Bild klickt.

Ihr könnt auch im Winter nicht auf Caprese verzichten? Tut euch einen Gefallen und ersetzt wenigstens einmal die frischen Tomaten durch Flaschentomaten aus der Dose, die ihr vorher gut eine Stunde lang mit Olivenöl und Knoblauch bei 175 Grad im Ofen geröstet habt. Mit einem guten Mozzarella eine Offenbarung.

Erbsen

Die kleinen grünen Hülsenfrüchte sind noch so ein Fall: Frisch vom Busch gepflückt und ausgepalt, am besten gleich roh aus der Schote in den Mund gesteckt, schmecken Erbsen süß und frisch, nach frisch gemähtem Gras, Kindheit und blauem Himmel. Leider ist das eine Freude, die nur den Gartenbesitzern unter uns vorbehalten ist. Und die wir uns auch mit Geld nicht kaufen können: Denn ab dem Moment der Ernte wird der Zucker in den Erbsen in Stärke umgewandelt, und haben die Erbsenschoten erst einmal die Schleife Ernte – Lagerung – Supermarkt – heimischer Kühlschrank hinter sich, schmecken sie eigentlich nur noch mehlig. Tiefgekühlt verkaufte Erbsen werden hingegen nur wenige Stunden nach der Ernte schockgefroren, so dass Süße und Vitamine erhalten bleiben. Und, durch den Gefrierschrank demokratisiert, sind sie kleine Alleskönner. Ob sanft geschmort mit Butter und Salat, püriert mit Minze und einem Spritzer Zitronensaft, als Suppeneinlage, oder als Alibi-Grün zwischen Fischstäbchen und Pommes machen die zarten grünen Dinger alles mit.

Erbsenpüree mit Minze
Zum Rezept für das Erbsenpüree mit Minze kommt ihr, indem ihr auf das Bild klickt.

Oliven

Gesegnet sei der erste Mensch – er wird irgendwo am Mittelmeer gelebt haben – der auf die Idee kam, die kleinen, harten, grünen oder schwarzen Früchte des Olivenbaums mit Salz in Fässern einzulagern. Denn frisch vom Zweig geerntet sind Oliven schlichtweg widerwärtig bitter, zudem verderben sie sehr schnell. Essen kann man sie erst, wenn sie mindestens drei Monate lang in Salzlake fermentiert werden. Die Salzlake entzieht den Oliven die Bitterstoffe, durch die Fermentation entfalten sie den Geschmack, den wir mit Oliven verbinden, und werden länger haltbar. Anschließend können Oliven noch mit Kräutern, Öl, Knoblauch und Gewürzen mariniert werden.

Foodbarn Rezept Tapenade
Zum Rezept für die Tapenade kommt ihr, indem ihr auf das Bild klickt.

Anchovis

Frisch sind sie kleine, viel zu kleine Fische. So ein bisschen zu nichts gut, obwohl man sie natürlich frittieren oder auf den Grill werfen kann. Filetiert, mit Salz fermentiert und schließlich in Salz, Salzlake oder Öl konserviert, sind sie eines dieser Produkte, die die Geschmäcker spalten: Pizza mit Kapern und Sardellen oder Pasta alla Puttanesca bestellt man nur, wenn man ihren salzig-fischigen Geschmack liebt.

Spaghetti Alla Puttanesca | FOODBARN
Zum Rezept für die Spaghetti alla Puttanesca kommt ihr, indem ihr auf das Bild klickt.

Aber auch Königsberger Klopse verdanken ihre herzhafte Würze fein gehackten Sardellen. Wir bei FOODBARN stellen gern eine Sardellenbutter her, die toll zu Fleisch, Fisch und Gemüse schmeckt. Und in Momenten der absoluten Küchenverzweiflung, wenn der Hunger groß und die Vorratsregale so gut wie leer sind, kann man immer noch 2-3 Sardellenfilets in Olivenöl zerfallen lassen, mit heißen Spaghetti mischen und wohlig auf das Sofa sinken.

Chinakohl

Lieber Chinakohl: Ich habe nichts gegen dich. Frisch bist du: Ok. Aber mehr auch nicht. Als Kimchi, also mit Chilipaste, Ingwer und Knoblauch fermentiert, bist du Alles. Scharf. Sauer. Salzig. Irgendwie frisch. Und saumäßig gesund: Kalorienarm, dafür reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien. Hervorragend für die Darmflora, das Immunsystem. Gut zur Bekämpfung eines hohen Cholesterinspiegels. Nicht wegzudenken ist Kimchi natürlich aus koreanischen Gerichten wie Bibimbap und Bulgogi. Die koreanische Version von Sauerkraut schmeckt aber auch erstaunlich lecker zu Rühreiern oder als Extraschicht in einem Cheeseburger – das natürlich nur für alle, die ihr Kimchi nicht aus Gesundheitsgründen essen.

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Wie ihr Kimchi selber macht, erfahrt ihr, indem ihr auf das Bild klickt.

Wenn dich dieser Artikel nicht überzeugen konnte, dann haben wir natürlich auch lauter leckere SALAT-REZEPTE in denen frische Zutaten die Hauptrolle spielen. Auch hier gilt natürlich: Gemüse der Saison schmeckt am Besten!

Zu finden unter

Darf's ein bisschen mehr sein?

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