Klassiker: Lufthansa Cocktail - Interview mit Steffen Lohr / Spreewood Distillers | FOODBARN
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Nur Fliegen ist schöner

Klassiker: Lufthansa Cocktail

Die Geschichte des Lufthansa Cocktails geht zurück bis in die 50er Jahre, als Fliegen noch ein Luxus war. Damals war er als On-Board-Aperitif für Fluggäste gedacht. Nach einem Auf und Ab des Produkts haben sich die Spreewood Distillers (siehe auch unser Videofeature hier) zur Aufgabe gemacht, dem Lufthansa-Cocktail neues Leben einzuhauchen. Wie? Das erzählt uns Steffen Lohr, einer der drei Inhaber der Spreewood Distillers GmbH im Video-Interview.

Hier das Interview mit Steffen Lohr zum Nachlesen:

„Mein Name ist Steffen Lohr. Ich bin Mitbegründer der Spreewood Distillers zusammen mit Sebastian Brack und Bastian Heuser (hier geht es zu unserem Tastemaker-Portrait mit ihm). Hier bei uns in der schönen Distillery machen wir viel Rum, Whisky und natürlich unsere leckeren Lufthansa Cocktails.

Ich bin ein ganz klassischer Barmann – ein bisschen durch die Welt getingelt, hab ein bisschen was gesehen: Irland, Australien… und hab hauptsächlich in Frankfurt hinter der Bar gearbeitet und dort auch meine Arbeitsliebe des Lebens, meinen jetzigen Partner Bastian Heuser, kennengelernt.

Ich komme also aus der Gastronomie, wo es viel learning by doing heißt und habe mir autodidaktisch mittlerweile auch das Brennen beigebracht.

Zu den Lufthansa Cocktails sind wir gekommen, weil wir gehört haben, dass die Betriebsrechte wieder zurückgegeben worden und wir das Thema einfach sehr spannend fanden. Vor allem weil sich bis dato noch keiner ran getraut hat, Bottled Cocktails in einer hohen Qualität herzustellen und den Leuten damit die besten Cocktails der Welt für Zuhause zugänglich zu machen – ohne dass sie sich einen riesigen Stock an Spirituosen anschaffen, Rezepte auswendig lernen oder Sirup kochen müssen.

Der Lufthansa Cocktail wurde in den 50er Jahren von der Lufthansa in Kooperation mit einer Firma namens Mampe hergestellt und war gedacht als Aperitif on Board für die Gäste zum Relaxen. Es gab ihn in verschiedenen Ausführungen: Classic, Bitter und Party. Der Lufthansa Cocktail war immer mal wieder vom Markt verschwunden, dann war er mal wieder da und so ging das immer hin und her. Und wie ich schon erzählt habe: Wir haben uns dann der ganzen Sache angenommen und haben ganz lange mit der Lufthansa diskutiert. Weil wir gesagt haben: „Das ist zwar gut so wie es ist, wir sind aber der festen Meinung, dass wir es eben besser machen und auch mehr Auswahl gewährleisten können.“ Das Resultat einer langen Entwicklung, inklusive viel Arbeit, viel Ausprobieren und Verwerfen sieht gut aus und schmeckt noch viel besser.

Ein ganz großer Wunsch, gerade von mir und Basti als Rumliebhaber, wäre natürlich ein Daiquiri in der Flasche – das funktioniert aber nicht, weil Limette, wenn sie frisch gepresst ist, eine Halbwertszeit von zwei bis drei Stunden hat und dann anfängt bitter zu werden. Deshalb muss man frische Zutaten weglassen. Man hat aber immer die Möglichkeit, die Cocktails weiter zu verarbeiten.

Man kann die Flasche einfach aus der Hausbar nehmen, den Cocktail auf etwas Eis in ein Glas gießen, zwei mal rühren und hat einen kalten Drink, mit stimmiger Verwässerung, den man genießen kann. Man hat aber auch die Möglichkeit eines add ons. So kann man bei dem Classic immer auch Soda hinzugeben oder z.B. Champagner, Prosecco – das funktioniert immer. Das sind dann immer nur kleine add ons, die jeder hinkriegt, wie zum Beispiel auch eine Limettenscheibe zu schneiden oder ähnliches.

Wir arbeiten auf das Ziel hin, dass wir wieder erhältlich werden in der First Class, in der Business Class oder auch gern in der Holzklasse, da haben wir auch nichts dagegen.

Wo gibt’s die Cocktails zu kaufen? Natürlich bei uns im Online-Shop bei uns unter www.lufthansa-cocktail.de, im gut sortierten Feinkost-Handel und vielleicht auch bald on Board der Lufthansa.“

Lufthansa Cocktails Inlay
Steffen Lohr in der Spreewood Distillery mit alten (links) und neuen Lufthansa Cocktail Flaschen

Zu finden unter

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