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Whisky aus dem Biosphärenreservat

Spreewood Distillers

Die Spreewood Distillers sitzen sechzig Kilometer entfernt von Berlin, mitten im schönen Spreewald in Schlepzig. Die Lage der Destille im Biosphärenreservat nutzen die Eigentümer, um ganz besondere Spirituosen herzustellen, die von den regionalen Besonderheiten und dem Klima profitieren. Wer genau dahinter steht und was die Prioritäten bei der Herstellung der Spirituosen sind, erklären zwei der drei Betreiber im unserem Interview.

Hier das Interview mit Bastian Heuser und Sebastian Brack zum Nachlesen:

Bastian: Wir befinden uns hier ca. 60 km entfernt von Berlin im Spreewald, in einem Biosphärenreservat. Wir haben im Oktober letzten Jahres diesen Betrieb übernommen. Das ist eine Destille, die seit 2008 existiert. Wir produzieren Whisky – das ist unser Fokus, aber auch ein bisschen Rum und noch ein, zwei andere Spezialitäten.

Wer steckt dahinter? Da ist zum einen der Sebastian hier links neben mir (zeigt auf seinen Kollegen neben sich), der das zusammen mit mir und Steffen Lohr das hier übernommen hat.

Sebastian: Wir drei kennen uns jetzt seit mehr oder minder acht Jahren. Ich habe vorher meine kleine Tonic Marke ins Leben gerufen, Basti hatte eine Agentur und mir dabei geholfen.

Bastian (fügt hinzu): Genau, eine Agentur für die Vermarktung von Getränken – also fokussiert auf die Getränkebranche. Wir haben dort auch schon Produktentwicklung gemacht und haben eigentlich schon immer davon geträumt, irgendwann mal eine eigene Produktion zu haben.

Sebastian: Wir wollten eigentlich nur mal ein oder zwei Fässer Whisky für uns selbst kaufen und sind hier geblieben. Wir haben uns direkt verliebt in den Ort und haben Steffen dazu geholt. Satt nur ein Fass zu kaufen haben wir jetzt eine ganze Destille.

Bastian: Herr Dr. Römer, der das hier vorher betrieben hat, suchte nach einem Unternehmensnachfolger und meinte: wir könnten uns ja mal umhören. Wir waren hier keine fünf Meter auf dem Hof und haben uns gedacht: „Das ist diese einmalige Chance im Leben. Die muss man ergreifen.“ Dann haben wir ein gutes halbes Jahr lang verhandelt, die Finanzierung organisiert und dann im Oktober letzten Jahres den Betrieb mit acht Mitarbeitern übernommen.

Der Fokus liegt tatsächlich auf Whisky. Den hat Herr Dr. Römer schon seit 2004 gebrannt. Da haben wir zum einen den Single Malt Whisky, der eher nach Schottland orientiert ist. Und zum anderen einen Rye Whisky mit Roggen hier aus der Region, der destilliert wird und dann in Fässern reift. Das ist auch unser zukünftiger Fokus: Dieses regionale Thema Roggen mit aufzunehmen. Denn Brandenburg ist die größte Roggen produzierende Region Europas. Und weil Steffen und ich auch viel für Rum-Marken und für Rum-Destillen gearbeitet haben, wollten wir unbedingt Rum machen. Mit Butterbird Rum haben wir eine eigene Marke, unter der wir unseren Rum vermarkten.

Als wir die Destille übernommen haben, haben wir uns sehr viele Gedanken darüber gemacht: „Was steht hier für die Region? Was macht sie so einzigartig?“ Einerseits ist mit Sicherheit die klimatische Eigenheit des Spreewalds ein wichtiges Thema: Es ist ein Sumpfgebiet. Man hat hier sehr feuchte und heiße Sommer, aber auch sehr knackige Winter. Man hat wenig Wind, dadurch dass es eine Senke ist. Das alles sorgt dafür, dass bei uns in den Lagerhäusern die Spirituosen anders reifen als wo anders. Auf der anderen Seite haben wir den erwähnten Roggen, der hier um den ganzen Spreewald herum auf den Feldern sehr prominent ist und exzellente Qualität bietet. Das ist für uns so die zweite Komponente in unserer Vision Deutschlands ersten Roggenwhisky herzustellen – und daran arbeiten wir gerade. Am Wochenende ist auch immer unser Biergarten geöffnet. Da kann man sich ganz gut einen Einblick verschaffen in unsere Produktion, denn die läuft neben her weiter. Also: Kommt alle her!

Spreewood Distillers Inlay
Spreewood Distillers Inlay

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