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Interview mit dem Spreewood Distiller

Tastemaker: Bastian Heuser

Bastian Heuser ist einer der drei Gründer der Spreewood Distillers. 2016 übernahm er, gemeinsam mit seinen Freunden Steffen Lohr und Sebastian Brack, eine bereits seit 2008 bestehende Destillerie im idyllischen Spreewald. Seitdem setzt sich der Wahl-Berliner neben der Vermarktung der Produkte auch genauer mit ihrer Herstellung auseinander. Im Video erzählt er uns worauf bei der Whisky Lagerung zu achten ist und was den eigenen Stork Club Whisky so besonders macht.

Hier das Interview mit Bastian Heuser zum Nachlesen:

„Mein Name ist Bastian Heuser. Ich bin einer der drei Gründungsmitglieder der Spreewood Distillers und kümmere mich im Betrieb um die Themen Marketing und Produktentwicklung. Die Spreewald Destillerie gibt es in der Form seit 2008. Seit Oktober 2016 haben wir als „Spreewood Distillers“ den Betrieb übernommen und entwickeln jetzt gerade ganz besonders das Thema Whisky, das uns besonders am Herzen liegt.

Beim Whisky entstehen ca. 60-80 % der Aromen im Destillat nachher durch die Fassreifung. Daher legen wir ganz großen Wert auf die Selektion der Fässer, die wir für unsere Reifung verwenden. Wir verwenden drei verschiedene Fassarten, in denen wir parallel unsere Whiskys reifen und dann miteinander vermählen, sodass ein deutlich komplexerer Geschmack entsteht, als wenn wir nur ein Fass verwenden würden.

Die Fassreife

Unser Stork Club Single Malt Whisky ist ein frischer, fruchtiger, leichter Einsteigerwhisky und reift in drei verschiedenen Fassarten: Ex-Bourbon-, Ex-Cherry- und Ex-Weißwein-Fässern. Diese Weißweinfässer sorgen für ’ne fruchtige, leichte Süße. Für uns ist es der Frühstückswhisky unter den beiden Whiskys, die wir derzeit anbieten. Unser Rye Whisky ist eigentlich genau das Gegenteil: Er ist sehr kraftvoll und voluminös und hat ’nen sehr breiten Körper. Der ist eher was für nach dem Essen.

Der Storch

Auf den Namen Stork Club Whisky sind wir eigentlich gekommen, weil die Region hier extrem bekannt dafür ist sehr, sehr viele Störche zu beheimaten. Grundsätzlich ist der Storch ja, zumindest auch in der westlichen Hemisphäre, als Überbringer guter Nachrichten durchaus bekannt – und selbst wenn man sich übers Neugeborene nicht freut, dann hat man immer noch einen Grund zu trinken. 

Die Begleitung

Der Rye Whisky ist für mich der perfekte Partner oder Sparringspartner für ein gutes BBQ. Der kann auch mit etwas kräftigeren, würzigeren Aromen standhalten. Er geht gut mit jeder Menge Fleisch als Basis. Zum Beispiel: Ein schönes gereiftes Rib-Eye-Steak, dazu ein gutes Pale Ale und unseren Stork Club Rye Whisky. Ich glaube, das ist ein perfektes pairing.

Der Trend

Für die nächsten Jahre sehe ich wieder relativ klassische Cocktails als einen Trend, die aber sehr darauf fokussiert sind, mit einer ganz bestimmten Spirituose zu funktionieren. Das heißt hier wird dann eben der Whisky Sour nicht mehr nur mit einem bestimmten Whisky gemacht, sondern mit dem perfekten Whisky für den Whisky Sour. ‚Back-to-the-Roots‘ sehe ich derzeit als ein großes Thema, was insbesondere auch die Vielfalt an Spirituosen – an sehr hochwertigen Spirituosen – die mittlerweile auf dem Markt sind, widerspiegelt.

Der Lieblingsdrink

Mein Lieblingsdrink, gerade im Sommer, ist definitiv der Daiquiri. Er besteht aus drei Zutaten: Einem guten Rum, ein bisschen Limettensaft und ein bisschen Rohrzucker. Und ja, das ist für mich der perfekte Abschluss eines warmen Tages wie heute.“

Weitere interessante Persönlichkeiten findet ihr in unserer Reihe TASTEMAKER.

Foodbarn Tastemaker Spreewood Distillers
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